Pressemitteilung 27.09.2017

Flutung des Hermannsdorfer Sees rückt näher

Bauarbeiten für Flutungsinfrastruktur am Naturschutzsee haben begonnen

Noch in diesem Jahr plant die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG), mit der Flutung des Hermannsdorfer Sees in der Rekultivierung des Tagebaus Nochten zu beginnen. Die Bauarbeiten an der für die Flutung notwendigen Infrastruktur haben jetzt mit dem Herstellen einer 1,4 Kilometer langen Baustraße vom Uferbereich bis zum tiefsten Punkt des Sees begonnen. „Unser Ziel ist es, mit der Flutung zum Ende des Jahres beginnen zu können“, sagt der Leiter Geohydrologie und Wasserwirtschaft bei der LEAG, Dr. Thomas Koch. „Wir hoffen der Winter hält nicht zu schnell Einzug, damit die Bauarbeiten für das Flutungsgerinne sowie für das erste Einlaufbauwerk planmäßig voranschreiten können.“

Insgesamt sind vier Einlaufbauwerke für den 250 Hektar großen und maximal 25 Meter tiefen Naturschutzsee vorgesehen. Baustart für das erste Einlaufbauwerk ist Mitte Oktober. Durch dieses Einlaufbauwerk soll das Flutungswasser vom Rohrleitungssystem des Klarwasserableiters Ost in den zukünftigen See geleitet werden. Der Klarwasserableiter Ost wird über eine 300 Meter lange Rohrleitung mit dem Einlaufbauwerk verbunden. „Bei dem Flutungswasser handelt es sich um Reinwasser aus der nahegelegenen betriebseigenen Grubenwasserbehandlungsanlage Tzschelln. Wir werden den See jährlich mit etwa fünf Millionen Kubikmeter Wasser fluten“, so Koch weiter. Später kommen drei weitere Einlaufbauwerke hinzu, die den See an sein Einzugsgebiet erschließen.

Bereits im August sind die bergmännischen Nachprofilierungsarbeiten an der Gewässersohle für die Herstellung zweier Inseln und einer Halbinsel gestartet. Diese Arbeiten werden parallel zum Bau der Flutungsinfrastruktur weitergeführt. Gleichzeitig werden im Zuge der Arbeiten am Seeboden verschiedene Monitoringsysteme installiert, mit denen unter anderem die praktische Wirksamkeit der Abdichtung der Gewässersohle überprüft werden kann. „Anhand der Ergebnisse des Oberflächenwassermonitorings können wir die prognostizierte Flutungsdauer von fünf bis sieben Jahren sowie die Menge des notwendigen Stützwassers überprüfen und bei Bedarf korrigieren“, so Koch. „Zum Monitoring der tatsächlichen Verdunstungs- und Versickerungsverluste werden alle Wasserbilanzgrößen während der Zeit der Flutung mit hoher Präzision und zeitlich engmaschig erfasst.“


Weitere Information sowie Bilder finden Sie auf www.leag.de oder www.twitter.com/leag_de.

 

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Kathi Gerstner, LEAG, Pressesprecherin, Büro Cottbus
Telefon 0355 2887 3010, kathi.gerstner(at)leag(dot)de

Hermannsdorfer See: Luftaufnahme des Seebodens, Foto: LEAG
Hermannsdorfer See: Luftaufnahme des Seebodens, Foto: LEAG
Raupe mit Scraper profiliert Seeboden des künftigen Hermannsdorfer Sees, Foto: LEAG
Raupe mit Scraper profiliert Seeboden des künftigen Hermannsdorfer Sees, Foto: LEAG