Pressemitteilung 01.07.2019

Spree fließt mit bis zu 60 Prozent Grubenwasser

LEAG leistet in der Trockenperiode wesentlichen Beitrag zum Wasserhaushalt

Rund 2700 Tiefbrunnen um die vier aktiven Tagebaue der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) und den ehemaligen Tagebau Cottbus-Nord fördern täglich rund eine Million Kubikmeter Grundwasser. Was einerseits notwendig ist, um die Tagebaue sicher zu führen, erweist sich andererseits angesichts der anhaltend trockenen und extrem heißen Wetterperiode als hilfreich für das Wassermanagement in Sachsen und Brandenburg. Wie bereits im Sommer 2018 leistet die LEAG mit ihrer Grubenwasserhebung einen wesentlichen Beitrag dafür, dass Spree und deren Anrainer sowie Industrie und Kommunen mit ausreichend Flusswasser, Brauchwasser sowie Trinkwasser versorgt werden können.

In der letzten Juni-Woche wurden dabei erneut einige Rekorde gebrochen. „So lag der Trinkwasserabsatz aus dem LEAG-Wasserwerk Schwarze Pumpe in Richtung Spremberg, Senftenberg, Weißwasser, Kamenz und Hoyerswerda mit 25.000 Kubikmeter pro Tag fast so hoch wie der derzeitige Spitzenbedarf der Großstadt Cottbus. Auch der Industriepark Schwarze Pumpe mit dem gleichnamigen Kraftwerk erhielt bis zu 110.000 Kubikmeter pro Tag.“, so Ingolf Arnold, Leiter Geotechnik.

Dr. Stephan Fisch, verantwortlich für das LEAG-Wassermanagement erklärt: „Unter Abzug aller gewerblichen Nutzungen – dazu zählt auch die Kühlwasserversorgung der drei großen Braunkohlenkraftwerke – wird der überwiegende Teil des Grundwassers dem Flussgebiet der Spree zugeführt. Viele kleine Bäche, Gräben und Teiche wären ohne das LEAG-Wasser längst ausgetrocknet. Der gegenwärtige Anteil unseres Wassers in der Spree steigt von 55 Prozent in der Stadt Spremberg auf über 60 Prozent beim Eintritt in den Spreewald bei Schmogrow.“

Trotz der anhaltenden Trockenheit, die aktuell eine weitere Flutung des Cottbuser Ostsees verbietet (er entsteht im ehemaligen Tagebau Cottbus-Nord), sei der Flutungsplan für Brandenburgs künftig größten künstlichen See nicht in Gefahr, betont Ingolf Arnold: „Wir haben 100 Wetterszenarien durchgerechnet, darin auch enthalten Szenarien, in denen monatelang und sogar über 1 bis 2 Jahre hinweg überhaupt kein Spreewasser zur Flutung zur Verfügung steht, ebenso Situationen wie 2010 und 2013 mit extrem hohem Wasserangebot. Deshalb haben wir als durchschnittliche Flutungsdauer vier bis sechs Jahre angegeben und sind optimistisch, dass sich im Jahr 2025 der Cottbuser Ostsee in seiner ganzen Größe zeigen wird.“

Weitere Informationen und Bilder finden Sie auf www.leag.de oder www.twitter.com/leag_de.

 

Ansprechpartner

Thoralf Schirmer

Pressesprecher Büro Lausitz

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