Pressemitteilung 01.09.2026

MCR Lausitz betreibt jetzt Europas modernstes Radsatz-Service Center

Neue automatisierte Fließstrecke setzt jährlich bis 6000 Radsätze instand

Das LEAG-Tochterunternehmen MCR Lausitz GmbH, Spezialist für die Instandhaltung von Großgeräten und Schienenfahrzeugen, betreibt jetzt im Industriepark Schwarze Pumpe Europas modernstes Radsatz-Service-Center. Herzstück ist eine neue Instandhaltungsanlage für Radsätze, die das Unternehmen am heutigen Dienstag im Beisein von Staatsekretär Hendrik Fischer vom Brandenburger Wirtschaftsministerium und des LEAG-Vorstandsvorsitzenden Adi Roesch in Betrieb genommen hat. Die Investition von insgesamt 11 Millionen Euro wird über die Investitionsbank des Landes Brandenburg mit 2,75 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes und Landes Brandenburg gefördert.

„Innerhalb weniger Jahre seit der Gründung 2022 hat sich die MCR Lausitz von der ehemaligen Hauptwerkstatt des Bergbauunternehmens zu einem der größten Instandsetzungsbetriebe für hochwertige Schienenfahrzeuge in Ostdeutschland entwickelt und sich ein großes Kundengeschäft in ganz Deutschland, Tschechien, Österreich, der Schweiz und anderen Ländern erschlossen“, lobt LEAG-Chef Adi Roesch. „Mit Mut, Motivation und Innovation setzt das MCR-Team einen für die Lausitz beispielhaften Transformationsprozess erfolgreich um. Die Inbetriebnahme der Radsatz-Instandhaltungsstrecke ist ein weiterer entscheidender Schritt auf diesem Weg.“

Für die hochautomatisierte Anlagen-Fließstrecke wurde in den MCR-Werkstätten ein Hallenteil mit etwa 3000 Quadratmeter Fläche umgebaut, und es wurden neue Lagerflächen im Außenbereich erschlossen. Damit können hier künftig jährlich bis zu 6000 Radsätze von Schienenfahrzeugen Instand gesetzt werden. Alle 20 Minuten rollt ein fertiger Radsatz aufs gleich und hat den kompletten Prozess von der Reinigung bis zum neuen Korrosionsschutz durchlaufen. An der Anlage werden bis zu 25 hochqualifizierten Mitarbeiter tätig sein.

„Unsere neue Radsatzinstandhaltung wird vom ersten Knopfdruck an gut ausgelastet sein“, freut sich MCR-Geschäftsführer Stefan Hotz. „Wir haben uns mit modernster Technik und spezialisierten Mitarbeitern auf den wachsenden Instandhaltungs- und Service-Bedarf im Schienenfahrzeugbereich eingestellt. Damit werden wir sowohl in Quantität als auch in Qualität den Anforderungen unserer Kunden gerecht, unter denen einige Betreiber großer Schienenfahrzeugflotten im In- und Ausland sind.“

Bei MCR Lausitz am Standort Schwarze Pumpe arbeiten aktuell 250 Mitarbeiter, die über die Tätigkeiten an typischen Bergbaubaugruppen (Bagger-Eimer, Bodenplatten, Kohlezügen) hinaus für die anspruchsvolle Arbeit in neuen Geschäftsfeldern qualifiziert und dort eingesetzt werden. Als eine der neuen Geschäftstätigkeiten hat das Unternehmen das MCR-Metall-Print-Verfahren entwickelt. Mit diesem Verfahren können hochwertige komplexe und große Maschinenbauteile mittels 3D-Laserdruck instandgesetzt werden. Das Verfahren wird inzwischen weltweit von Kunden in Anspruch genommen und wurde im Jahr 2022 mit dem „Innovationspreis Metall“ des Landes Brandenburg ausgezeichnet.

 

Ansprechpartner

Thoralf Schirmer

Pressesprecher Büro Lausitz

0355 2887 3067

MCR-Geschäftsführer Stefan Hotz zeigt Staatsekretär Hendrik Fischer vom Brandenburger Wirtschaftsministerium im Beisein von MCR-Mitarbeiter Thomas Möbius und LEAG-Vorstandsvorsitzenden Adi Roesch (v.l.n.r.) die neue Instandhaltungsanlage für Radsätze, Foto: LEAG Herunterladen
MCR-Geschäftsführer Stefan Hotz zeigt Staatsekretär Hendrik Fischer vom Brandenburger Wirtschaftsministerium im Beisein von MCR-Mitarbeiter Thomas Möbius und LEAG-Vorstandsvorsitzenden Adi Roesch (v.l.n.r.) die neue Instandhaltungsanlage für Radsätze, Foto: LEAG
Ein Schienenfahrzeug-Radsatz wird im Radsatz-Service-Center der MCR Lausitz bearbeitet, Foto: LEAG/Andreas Franke Herunterladen
Ein Schienenfahrzeug-Radsatz wird im Radsatz-Service-Center der MCR Lausitz bearbeitet, Foto: LEAG/Andreas Franke