Pressemitteilung 02.06.2026

LEAG-Gasturbinen verstärken die Kapazitätsreserve

Ausgeschriebene Leistungsreserve wurde zu 65 Prozent abgedeckt

Das Energieunternehmen LEAG hat sich mit seinen beiden Gasturbinenkraftwerken (GTKW) Thyrow und Ahrensfelde erfolgreich an der Ausschreibung für die vierte Periode der deutschen Kapazitätsreserve beteiligt. Beide Standorte werden damit zwei weitere Jahre im Zeitraum vom 01. Oktober 2026 bis 30. September 2028 zusammen eine gesicherte Kraftwerksreserveleistung in Höhe von 270 Megawatt Leistung zur Verfügung stellen. Die Kapazitätsreserve wird seit dem Winterhalbjahr 2020/2021 zur Absicherung von Knappheitssituationen am Strommarkt gebildet. Die vorgesehene Höhe von 2.000 MW Reserveleistung konnte auch in der vierten Ausschreibungsperiode nicht erreicht werden. Laut der Informationsplattform der deutschen Netzbetreiber www.Netztransparenz.de wird die ausgeschriebene Leistungsreserve zu rund 65 Prozent gedeckt werden. 

„Mit der vierten erfolgreichen Beteiligung an der deutschen Kapazitätsreserve zeigt die LEAG, dass wir ein Garant für eine sichere Stromversorgung und Netzstabilität sind. Dieser Rolle wollen wir auch in Zukunft mit unserer GigawattFactory gerecht werden. Während wir beim Aufbau von Erneuerbaren Energien und Großbatteriespeichern in der Umsetzungsphase sind, warten wir für die Realisierung neuer wasserstofffähiger Kraftwerke an unseren etablierten Energiestandorten weiterhin auf faire Ausschreibungsbedingungen im aktuell vorliegenden Gesetzesentwurf zum StromVKG (Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz). Nur dann ist der Neubau steuerbarer Anlagen auch im Osten Deutschlands möglich“, erklärte LEAG-CEO Adi Roesch.

Innerhalb der Kapazitätsreserve werden die GTKWs Thyrow und Ahrensfelde ausschließlich auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz Transmission GmbH in außergewöhnlichen und nicht vorhersehbaren Situationen eingesetzt. Dieser Fall tritt ein, wenn das Angebot auf dem Großhandelsmarkt für Strom nicht ausreicht, um die gesamte Stromnachfrage zu decken. Das GTKW Thyrow steht darüber hinaus im Fall eines Blackouts für einen notwendigen Netzwiederaufbau zur Verfügung.

Das Gasturbinenkraftwerk Thyrow südlich von Berlin ging Ende der 1980iger Jahre in Betrieb. Es wird sich mit fünf Gasturbinen, die jeweils 30 MW Leistung zur Verfügung stellen, beteiligen. Das Gasturbinenkraftwerk Ahrensfelde nordöstlich von Berlin ging zu Beginn der 1990iger Jahre erstmalig in Betrieb. Seine vier Gasturbinen werden ebenfalls mit jeweils 30 MW an der Kapazitätsreserve teilnehmen. Die Fernüberwachung der beiden Gasturbinenkraftwerke erfolgt aus dem LEAG-Kraftwerk Schwarze Pumpe, die Bedienung und Instandhaltung vor Ort wird durch die Betreibermannschaft der LEAG-Tochter GMB GmbH abgesichert. 

Ansprechpartner

Kathi Gerstner

Pressesprecherin Büro Lausitz

0355 2887 3010