Die LEAG hat in der ersten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur Zuschläge für neue Gaskraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von 3.680 Megawatt (2.998 rMW) an den Standorten Jänschwalde (Brandenburg), Boxberg (Sachsen) und Leipheim (Bayern) erhalten. Alle Projekte nutzen bereits erschlossene Energiestandorte, schaffen neue gesicherte Kraftwerksleistung und sind für den perspektivischen Einsatz von Wasserstoff vorbereitet. Sie müssen bis spätestens Ende 2031 in Betrieb gehen.
Adi Roesch, CEO der LEAG: „Zuschläge für sieben neue Kraftwerksblöcke in einer Ausschreibungsrunde sind ein großer Erfolg. Gerade unsere FuelSwitch-Projekte in Jänschwalde und Boxberg stehen dabei für die intelligente Nutzung vorhandener Stärken und Kompetenzen: Wir bauen an bestehenden Kraftwerksstandorten neue, moderne Zukunftskraftwerke, schonen Ressourcen und schaffen langfristige Perspektiven. So handeln wir flexibel und gleichzeitig verlässlich im Wandel. Wir bleiben ein Motor für die Transformation der Energielandschaft in Ostdeutschland, denn Energie liegt seit Generationen in unserer DNA.“
In der Lausitz ermöglichen die Zuschläge die Umsetzung des FuelSwitch-Konzepts an zwei traditionsreichen Kraftwerksstandorten: Vier der neuen Gaskraftwerksblöcke mit jeweils 560 Megawatt Leistung sollen in Jänschwalde entstehen, zwei weitere in Boxberg. Das Energieunternehmen will die neuen Anlagen unter Nutzung vorhandener Kraftwerksinfrastruktur errichten und perspektivisch für den Einsatz von Wasserstoff ertüchtigen (H2-ready).
Aus diesem Ansatz ergeben sich entscheidende Vorteile: Im Vergleich zu anderen Neubauten können neben vorhandenen Netzanschlüssen auch einzelne Gebäude und bestimmte technische Komponenten in die Errichtung der neuen Gaskraftwerke einbezogen werden. Das reduziert den Materialbedarf, senkt die Kosten für das Energiesystem und verkürzt die Realisierungszeiten für die Bereitstellung der erforderlichen gesicherten Leistung. Diese Vorteile spiegeln sich schließlich auch in den Zuschlagswerten pro Megawatt, die nach Angaben der Bundesnetzagentur deutlich unter dem in den Ausschreibungen vorgegebenen Höchstwert liegen. Somit wird das kostenoptimierte FuelSwitch-Konzept zum volkswirtschaftlichen Vorteil, von dem langfristig auch die Stromkunden profitieren.
Auch in Leipheim baut LEAG auf die Stärken eines etablierten Kraftwerksstandortes: Hier betreibt das Energieunternehmen seit 2023 ein Gasturbinenkraftwerk zur Stabilisierung des Stromnetzes. Das neue H2-ready Kraftwerk mit einer Leistung von 320 Megawatt wird in direkter Nachbarschaft auf einer erschlossenen Industriefläche entstehen.
LEAG investiert in alle Anlagen insgesamt rund 1,5-2 Milliarden Euro. Die neuen gesicherten Kraftwerkskapazitäten sollen insbesondere dann zur Verfügung stehen, wenn Wind- und Solarenergie den Strombedarf nicht ausreichend decken können. Im Zusammenspiel mit Erneuerbaren Energien und Batteriespeichern der LEAG GigawattFactory entsteht so ein integriertes Modell für eine verlässliche Energieversorgung. Vorhandene Kompetenzen der erfahrenen Fachkräfte können beim Übergang von der Kohle zu neuen Energietechnologien weiter eingesetzt werden.
Dazu Konzernbetriebsratsvorsitzende Silke Rudolf: „Der Bau und Betrieb neuer Kraftwerke in der Energieregion Lausitz sichert qualifizierte Jobs über den Kohleausstieg hinaus. Damit kommt die Bundesregierung ihrem Versprechen nach, langfristige Perspektiven über die Stilllegung hinaus zu fördern. Das begrüßen wir klar.“
„Die Lausitz hat nicht nur eine große Vergangenheit als Energieregion. Sie hat vor allem eine starke Zukunft. Mit diesen Investitionen übernehmen wir Verantwortung für die Versorgungssicherheit Deutschlands und für die industrielle Entwicklung Ostdeutschlands“, betont Roesch. „Der Zuschlag für Leipheim zeigt zugleich, dass wir unsere Kraftwerksstrategie mit unterschiedlichen technologischen Ansätzen und über unsere ostdeutschen Kernregionen hinaus voranbringen. Mein besonderer Dank gilt allen, die unsere Kraftwerksprojekte mit ihrem Wissen, ihrem Engagement und ihrer Ausdauer voranbringen.“
Über LEAG
LEAG ist der größte Energieerzeuger Ostdeutschlands und mit rund 6.500 Mitarbeitern einer der größten privaten Arbeitgeber der neuen Bundesländer. Parallel zum Umbau des Erzeugungs-Portfolios im Kohleausstieg treibt das Unternehmen den Aufbau einer GigawattFactory voran. Das mit Fokus auf die Versorgungssicherheit integrierte Konzept aus erneuerbaren Energien, Batteriespeichern und wasserstofffähigen Gaskraftwerken im Gigawatt-Maßstab soll die Lausitz zu einer Modellregion der Energiewende machen und die LEAG als zukunftsfähiges Energieunternehmen neu ausrichten.
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