Pressemitteilung 02.02.2026

Förderbrücke im Tagebau Jänschwalde wird gesprengt: Seen und Erneuerbare Energien prägen künftig Bergbaufolgelandschaft

• Sprengung wird live im Internet übertragen

• Für Sperrkreis und Tagebaugelände gilt ein Betretungs- und Drohnenflugverbot

Mit der Sprengung der Abraumförderbrücke (F60) im Tagebau Jänschwalde schließt am Donnerstag, 5. Februar 2026, ein Kapitel Lausitzer Bergbaugeschichte. Nach mehr als 45 Jahren Betriebszeit wurde die Abraumförderbrücke Anfang 2024 außer Betrieb genommen und in den zurückliegenden Monaten für die Sprengung und anschließende Verschrottung vorbereitet. Etwa 3,5 Milliarden Kubikmeter Erdmasse hat sie seit Mitte der 1970er Jahre bewegt und damit rund 14 Millionen Tonnen Braunkohle pro Jahr freigelegt. Kohle, die im nahe gelegenen Kraftwerk Jänschwalde zur Produktion von Strom und Wärme zum Einsatz kam. Bereits Mitte Dezember wurden zwei Bagger vom Typ Es 3750, sowie eine an der F60 angeschlossene Zubringerbrücke gesprengt. 

„Für mehr als eine Generation Bergleute war die F60 im Tagebau Jänschwalde nicht nur ein technisches Wunderwerk, das am Laufen gehalten werden musste, sondern das Herzstück ihrer täglichen Arbeit. Mein Dank und Respekt gilt allen Bergleuten für ihren unermüdlichen Einsatz. Sie haben damit über Jahrzehnte gemeinsam mit ihren Kraftwerkskollegen einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit geleistet“, so der LEAG-Vorstandsvorsitzende Adi Roesch. „In den letzten Jahren haben wir bereits die Zukunft der Jänschwalder Bergbaufolgelandschaft eingeläutet: Seen, Wald, Landwirtschaft und Erneuerbare Energien in Kombination mit Großspeichern werden künftig diesen Landstrich zwischen Cottbus und Forst prägen und die Transformation dieser Region sichtbar machen.“ 

„Über Jahrzehnte hat der Tagebau Jänschwalde bei Wind und Wetter sichere Energie für den Industriestandort Deutschland geliefert. Dafür gebührt den Frauen und Männern im Bergbau unser aller und auch mein ganz persönlich tief empfundener Dank und Respekt“, so Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke. „Mit der Sprengung der Förderbrücke F60 erleben wir jetzt einen emotionalen Moment: Eine Ära geht sichtbar zu Ende. Es entsteht eine neue Landschaft und aus der Kohle wächst eine neue Zukunft. Jänschwalde und die Lausitz zeigen, dass sie den Wandel gestalten.“

Die Sprengung der Förderbrücke erfolgt unter strengen Sicherheitsvorschriften. Es wird ein weitläufiger Sperrkreis auf dem Betriebsgelände eingerichtet, der nicht betreten werden darf. Zudem gilt das generelle Betretungs- und Drohnenbefliegungsverbot des LEAG-Geländes für die Öffentlichkeit. Um dem öffentlichen Interesse entgegen zu kommen, wird es eine Live-Übertragung im Internet geben. Ab circa 10.45 Uhr wird der Link https://youtube.com/live/2GvG4xc3Vrg?feature=share aktiv sein, die Sprengung soll gegen 11 Uhr erfolgen. 

Bis zum Herbst dieses Jahres soll die Demontage und Verschrottung aller Tagebaugeräte abgeschlossen sein. Damit kann im Anschluss die Gestaltung der drei Bergbaufolgeseen Heinersbrücker See, Jänschwalder See und Taubendorfer See fortgesetzt werden. Ebenfalls parallel entsteht in der Jänschwalder Bergbaufolgelandschaft die Gigawatt Factory der LEAG. Noch in diesem Jahr soll der Bau für den 105-MW-Windpark Forst Briesnig II, sowie für den ersten 130-MW-Abschnitt des Solarparks Bohrau abgeschlossen werden. Der 31-MW-Solarpark Deponie Jänschwalde konnte bereits im vergangenen Jahr in Betrieb genommen werden. 

Ansprechpartner

Kathi Gerstner

Pressesprecherin Büro Lausitz

0355 2887 3010