Vor dem Hintergrund des gesetzlich festgelegten Termins zur Stilllegung des Kraftwerks Jänschwalde zum 31.12.2028 intensiviert LEAG erneut ihre Aktivitäten zur Entwicklung des Energiestandortes Jänschwalde. Ein eigens mit der Standortentwicklung beauftragtes Team soll unter Einbindung der kommunalen Partner den Kraftwerksstandort, sowie die Flächen der ehemaligen Tagesanlagen Jänschwalde in den kommenden Jahren gemeinsam mit den angrenzenden Bergbauflächen zu einem Zukunftsstandort für nachhaltige Energielösungen im Raum Jänschwalde/Peitz umbauen.
Neben Wind- und Solaranlagen, die derzeit auf den Flächen des Tagebaus Jänschwalde entstehen, sind weitere Elemente wie Batteriespeicher und eine 380-kV-Schaltanlage zur Steuerung von Stromflüssen für eine ganzheitlich integrierte Energielandschaft geplant. Mit dem Baustart des größten deutschen Batteriespeichers GigaBattery 1000 Jänschwalde im zweiten Quartal 2026 setzt LEAG einen wichtigen Impuls für den Zukunftsstandort Jänschwalde. Der bestehende Anschluss an das 380-kV-Hochspannungsnetz stellt zudem einen klaren Standortvorteil für den Ausbau der GigawattFactory und die Ansiedlung neuer Unternehmen dar.
Bereits zum Ende diesen Jahres geht mit Block A der nächste 500-MW-Block in die zeitlich gestreckte Stilllegung. Damit verringert sich die am Markt verfügbare Leistung von derzeit 2.000 auf dann 1.500 MW. Block A ging am 1. Oktober 1981 als erster von insgesamt sechs Kraftwerksblöcken in Betrieb. Mehr als vierzig Jahre deckte er den Strombedarf von Millionen Haushalten. Während seiner Betriebszeit wurde er mit modernster Umwelt- und Turbinentechnik zur effektiven Emissionssenkung nachgerüstet.
Mit dem Ende der Braunkohlenverstromung am Standort Jänschwalde muss auch die Fernwärmelieferung für die Städte Cottbus und Peitz neu ausgerichtet werden. Für eine perspektivisch braunkohleunabhängige Fernwärmeversorgung sollen Gespräche für zukunftsorientierte Lösungen mit den jeweiligen Vertragspartnern, der Heizkraftwerksgesellschaft Cottbus mbH für Cottbus und der enviaTherm für Peitz geführt werden. Gemeinsam mit den Vertragspartnern geht es darum, Wege zur technischen und wirtschaftlichen Ablösung und Transformation für eine dauerhafte Fernwärmeversorgung aufzuzeigen.
Ansprechpartner
Kathi Gerstner
Pressesprecherin Büro Lausitz
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