Mit der heutigen Bestätigung des Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetzes (StromVKG) im Bundesrat endet die jahrelange Hängepartie um den dringend notwendigen Gesetzesrahmen zum Bau von Zukunftskraftwerken in Deutschland. Bis kurz vor Abschluss des Verfahrens stand der ursprünglich angedachte Südbonus als Wettbewerbsvorteil für Projekte im netztechnischen Süden massiv in der öffentlichen Kritik. Energieversorger, Netzbetreiber und betroffene Wirtschaftsregionen im Norden und Osten setzten sich für eine Nachbesserung des Gesetzes ein - mit Erfolg.
„Wir haben uns für faire Wettbewerbsbedingungen in den Kraftwerks-Ausschreibungen ausgesprochen, weil wir auch im netztechnischen Norden und Osten dringend notwendige steuerbare Kraftwerkskapazitäten benötigen. Erst mit der Nachbesserung des StromVKG haben wir eine reele Chance und können uns dem Wettbewerb in den Ausschreibungen stellen. Wir danken allen, die für Gleichberechtigung in diesem Verfahren gekämpft haben“ betonte LEAG-CEO Adi Roesch.
Silke Rudolf, Konzernbetriebsratsvorsitzende der LEAG ergänzt aus Perspektive der Beschäftigten: „Wir erwarten, dass mit den erheblichen öffentlichen Mitteln und Kapazitätszahlungen, die den Bau neuer Kraftwerke ermöglichen, auch nachhaltige Wertschöpfung verbunden ist. Dies beinhaltet Industriearbeitsplätze mit langfristigen Perspektiven und eine gesunde regionale Wirtschaftsstruktur in der Lausitz sowie im mitteldeutschen Revier. Die Voraussetzung dafür ist, dass die angekündigten Investitionen tatsächlich vor Ort umgesetzt werden, um die vorhandenen Kompetenzen der Belegschaften zu nutzen.“
Stephanie Albrecht-Sulliak, Landesbezirksleiterin der Energiegewerkschaft IGBCE Nordost unterstrich: „Heute ist ein guter Tag für die Energieregionen in Ostdeutschland. Dieses Gesetz war lange überfällig. Die Industrie als unser Wohlstandsmotor ist auf eine verlässliche Energieversorgung angewiesen. In seiner geänderten Form garantiert das Gesetz, dass der Zubau von Kraftwerken in allen Regionen stattfindet. Ostdeutschland behält Perspektiven und Energiesicherheit im Kohleausstieg und Strukturwandel. Der engagierte Einsatz der Beschäftigten und aller Partner hat sich gelohnt.“
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