Errichtung einer Enthärtungsanlage in der GWBA SP
Projektbeschreibung:
Ziel des Projektes ist der Neubau einer zweistraßigen Enthärtungsstufe zur Aufbereitung von 2100 m³/h Grubenwasser auf dem Gelände der Grubenwasserbehandlungsanlage Schwarze Pumpe (GWBA SP) (Abbildung 1).

Abbildung 1: Kontakt- und Belüftungsbecken Enthärtungsanlage
Die neue Anlage dient der gezielten Reduzierung der Gesamtwasserhärte und dem Einbinden des enthärteten Wassers in den bestehenden Aufbereitungsprozess. Die geplante Aufbereitungsstrecke umfasst folgende prozessrelevante Schritte:
- pH-Werteinstellung und chemische Neutralisation mit Calciumhydroxid (Ca(OH)₂) und/oder 50 %iger Natronlauge (NaOH).
- Belüftung zur Oxidation gelöster Eisen(II)-Verbindungen.
- Zugabe von Soda zur Fällung von Calcium als Calciumcarbonat.
- Flockung und nachfolgende Sedimentation (unter Nutzung der bestehenden Lamellenabsetzbecken).
- Gesteuerte Beimischung von nicht enthärtetem Wasser aus der Bestandsanlage
Umfang:
Das Projekt umfasst den Bau einer neuen zweistraßigen Enthärtungsstrecke, Zuleitungen und Ableitungen (siehe Abbildung 1), sowie das Bauen im Bestand und unter erschwerten Bedingungen (laufender Betrieb der Bestandsanlage) und umfasst folgende Hauptkomponenten:
- Neubau einer erdverlegten Rohwasserleitung
- Mat.: Stahl (beschichtet), DN 1200, ca. 220 m
- inkl. 5 Schachtbauwerken (rund), Bauwerksanschluss und Düker
- Armaturen (teilweise erdeingebaut)
- Durchflussmessung (MID) erdeingebaut
- Anbindung an Bestandleitung Stahl (beschichtet), DN 1000
- Errichtung eines zweistraßigen Kontakt- und Belüftungsbeckens einschließlich Rohwasserverteilung
- Becken StB C35/45 XC4, XD3, XF3, XA2, WF; ca. 2.300 m³ umbauter Raum
- Gründung in Tiefen bis -4,5 m
- Belüftungseinrichtungen (10 Wendelbelüfter 11 kW)
- gehäuselose Armaturen
- Rührwerke für Flockungsreaktor
- Stahlbauarbeiten für Podeste, Aufstiege, Abdeckungen, Geländer Material St Zn
- Neubau eines Schlammpumpwerkes
- Betonschacht, ca. 10 m³ umbauter Raum
- 2 Stück trocken aufgestellten Kreiselpumpen 22 kW
- erdverlegte PE‑ Leitungen DN 150
- Regelarmaturen zur
- Kontaktschlammrückführung
- Überschussschlammabzug
- 2 Kalksilos Stahlblech à 100 m³ inkl. Trockendosierung
- 2 Sodasilos Stahlblech à 200 m³ inkl. Trockendosierung
- Dosierstelle für Flockungshilfsmittel
- Oberirdisch- -und erdverlegte isolierte und beheizte Doppelrohrleitung mit Medienrohr PE‑100 PN10 DN40
- 2 Regelstrecken
Dosierstelle für Natriumhydroxid, ≤ 50 %ige wässerige Lösung
Oberirdisch- -und erdverlegte, isolierte und beheizte Doppelrohrleitung mit Medienrohr Edelstahl DN25 für den Medientransport außerhalb der Halle
Errichtung eines isolierten und beheizten Verteilerschranks zur Anbindung an die Bestandsanlage und Aufteilung / Regelung der NaOH‑Dosierung auf bis zu 2 Verbrauchsstellen
Integration einer kontinuierlichen Leckageüberwachung für alle Doppelrohrsysteme, mit Anschluss an Bestandsanlage
- Errichtung von Betongerinnen
- Gerinne StB C35/45 XC4, XD3, XF3, XA2, WF; ca. 130 m in Teilabschnitten
- Gründung in Tiefen bis -4,5 m
- Beengte Platzverhältnisse
- Anbindung an mehrere Bestandsbauwerke
- teilweise abgedeckt
- Kompressorraum
- Betonzelle, ca. 75 m³ umbauter Raum
- 2 straßige Drucklufterzeugungsanlage für getrocknete Druckluft
- NSV – Raum
- Betonzelle, ca. 75 m³ umbauter Raum
- NSV Schaltanlage
- SPS Technik
- abgesetzter Bedienplatz
- 2 Trafos 500/400 V
- Erdverlegte Kabel
- Spannungsversorgung 0,5 kV und 0,4 kV
- LWL
- Signalkabel
- Automatisierung über SPS
- Datenanbindung an übergeordnete Systeme (Profinet, teilweise Profibus Bestandssysteme)
Anbindung an die vorhandene Prozessleittechnik der GWBA SP
- Erdaushub ca. 5.000 m³ mit Zwischenlagerung innerhalb des Baufeldes sowie teilweiser Entsorgung
- Wegebau ca. 1500 m²
Der Bauzeitraum beträgt ca. 10 Monate und ist verbindlich einzuhalten. Im direkten Umfeld stehen temporäre Flächen zur Baustelleneinrichtung und Materiallagerung zur Verfügung.
Die Realisierung erfolgt auf Grundlage einer fertigen Ausführungsplanung.
Geplanter Vertragsabschluss: 18.04.2027
Geplanter Bauzeitraum: 01.05.2027 - 31.03.2028
technischer Ansprechpartner:
Denny Clauß
Tel.: 0355 2887 2087
denny.clauss(at)leag(dot)de