Energiewende

Wasserstoff mobil weitergedacht

Wasserstoff soll in der Energiewende eine zentrale Rolle spielen. Mit unserer Kernkompetenz rund um Energie setzen wir auf die Produktion, Speicherung und den Einsatz von grünem Wasserstoff in neuen Maßstäben in der Lausitz und darüber hinaus.

Zukunft mit Wasserstoff

Wasserstoff statt Kohlenstoff soll künftig die Devise für Energie, Industrie und Mobilität lauten. Allen voran gilt grüner Wasserstoff, der mit erneuerbar erzeugtem Strom hergestellt wird, als energetisches Multitalent.

Die nationale und europäische Wasserstoffstrategie setzen den Rahmen, um das Potential in der Praxis zu erproben. Deutschland will Technologieführer werden. Im Verbund mit Partnern wollen wir bei LEAG in Brandenburg und Sachsen dazu passende Wasserstoff-Projekte entwickeln. 

Unser langfristiges Ziel ist, Wasserstofflösungen und Speicherlösungen für den Markt zu verwirklichen und die gesamte Wertschöpfungskette aus einer Hand abzubilden: 

  • Erzeugung und Bereitstellung von EE-Strom
  • Herstellung / Speicherung und Bereitstellung von Wasserstoff
  • Betriebsführung und Service für Energieanlagen
  • Innovative Energielösungen auf H2-Basis
  • Transport und Logistik

Wasserstoff-Mobilität in der Lausitz

Das erste Projekt in der Wirtschaftsregion Lausitz, in dem wir mitwirken, stellt die Mobilität in den Fokus. Unter der Überschrift „Nachhaltige Nutzung von Wasserstoff im ÖPNV“ übernehmen wir die Erzeugung von grünem Wasserstoff aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien für die Cottbusverkehr GmbH. Der städtische und regionale ÖPNV-Betreiber plant in den kommenden Jahren die Umstellung seines Omnibusfuhrparks auf klimaneutrale Antriebe. Ein Teil der Fahrzeugflotte mit aktuell insgesamt 55 Bussen soll künftig mit „grünem Wasserstoff“ fahren.

Zum Projektumfang der 1. Ausbaustufe gehört ein 1,5 MW starker Elektrolyseur, den LEAG errichtet und betreibt. Der erzeugte grüne Wasserstoff wird die ebenfalls neu zu errichtende erste Lausitzer Wasserstofftankstelle von Cottbusverkehr versorgen. Geplante Inbetriebnahme: Ende 2022. Dieses erste kommunal-privatwirtschaftliche Gemeinschaftsprojekt für die klimaschonende Wasserstoffmobilität wird mit 5,62 Millionen Euro aus Fördermitteln im Rahmen des Strukturstärkungsprozesses unterstützt. Weitere Projektpartner sind u.a. die LEAG-Logistiktochter TSS, das Transport und Logistik-Unternehmen REINERT sowie das Entsorgungsunternehmen ALBA.

100 Prozent
Erneuerbare Energien

1. Ausbaustufe 2022 bis 2026

Elektrolyse mit 1,5 MW, ca. 95 t grüner H2 pro Jahr

Tankstelle für ÖPNV und weitere Partner

Die Grünstrombelieferung des Elektrolyseurs wird über die LEAG energy cubes organisiert. Die LEAG-Tochter vermarktet Strom aus LEAG-eigenen EE-Anlagen sowie Wind- und PV-Strom Dritter. Dabei streben wir perspektivisch eine regionale Grünstromversorgung aus Wind- und PV-Parks aus dem Umfeld des Elektrolyseurs an. Hier entwickelt die LEAG derzeit mehrere Erneuerbaren-Projekte, zu denen auch eine schwimmende PV-Anlage (Floating PV) auf dem künftigen Cottbuser Ostsee gehört. Durch die Herstellung und Verwendung von grünem Wasserstoff vor Ort wollen wir neue regionale Wertschöpfungsketten erschließen und ausbauen.

Regionenprojekt Lausitz

Die Herstellung von grünem Wasserstoff mit direkt angeschlossener Wasserstofftankstelle am Standort von Cottbusverkehr sehen wir als Startpunkt für ein H2-Regionenprojekt Lausitz. Mit ihm soll ein überregionales Tankstellennetzwerk für alternative Antriebe entstehen.  

Mit dem Hochlaufen der Wasserstoffproduktion am Standort Cottbus ist die Errichtung und Belieferung weiterer H2-Tankstellen in den Landkreisen der Wirtschaftsregion Lausitz möglich. Auch hier könnten mit zunehmendem Bedarf Elektrolyseure die Produktion vor Ort übernehmen, so dass sich Schritt für Schritt ein H2-Netzwerk über die Landkreise der brandenburgischen und auch der sächsischen Lausitz ausbreitet. Das Tankangebot für alternative Antriebe können zudem E-Ladesäule abrunden.

Unser Zielbild ist, im Rahmen kommunal-privatwirtschaftlicher Partnerschaften einen wirtschaftlichen und flexibel funktionierenden Verbund aus Wasserstoffproduzenten und -nutzern zu schaffen, der landesweiten Modellcharakter hat. Erste Vereinbarungen hierzu sind mit den Landkreisen geschlossen. Als übergeordnete Koordinierungsstelle arbeiten wir dabei mit der Wirtschaftsregion Lausitz zusammen und engagieren uns im Wasserstoffnetzwerk durcH2atmen.  

Vorteile des modularen Projektaufbaus im H2-Regionenprojekt

  • nachfrageorientiertes Wachstum des H2- und Tankstellennetzwerkes
  • verbesserte Wirtschaftlichkeit durch Kooperation
  • regionale EE-Strom-Versorgung für geschlossene Wertschöpfungsketten
  • nachhaltige, klimaneutrale Mobilität in der Lausitz als Standortfaktor
  • Impulsgeber für weitere lokale Akteure, eigene Fuhrparks auf Brennstoffzellenbetrieb umzustellen
  • Anreizwirkung für weitere Industrie-Ansiedlungen im produzierenden Gewerbe

Regionale Projekte sind bei der Wasserstoff-Mobilität Treiber der Entwicklung. LEAG ist deshalb im Wasserstoffcluster Ost-Brandenburg sowie den Netzwerken HYPOS und durcH2atmen aktiv.

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