Die Energielandschaft Jänschwalde
Jänschwalde ist ein Energiestandort mit langer Tradition und zahlreichen Chancen für die Zukunft nach dem Kohleausstieg. In den kommenden Jahren wandeln sich das frühere Tagebaurevier und benachbarte Flächen im Nordosten von Cottbus. Das gemeinsame Ziel: eine attraktive Bergbaufolgeregion in Kombination mit einer leistungsstarken erneuerbaren Energielandschaft zu schaffen.
Von der ersten Planung bis zur erfolgreichen Umsetzung – entdecken Sie unsere Wind- und PV-Projekte in der Jänschwalder Bergbaufolgelandschaft.
Jedes Icon steht für ein Vorhaben. Bewegen Sie die Maus über die Karte, um einzelne Vorhabenflächen anzuzeigen. Klicken Sie auf eine Vorhabenfläche, um weitere Infos zum Projekt zu erhalten. Nach dem Schließen des Infofensters bleibt die Projektfläche weiter ausgewählt. Klicken Sie in einen freien Bereich, um wieder alle Vorhaben anzuzeigen.
Mit neuer Energie in die Zukunft
Das Gesamtpotenzial, das wir für die Erneuerbare Energielandschaft Jänschwalde ermittelt haben, liegt bei rund 2,5 Gigawatt Wind und Photovoltaik. Davon befinden sich Projekte mit in Summe 1,2 Gigawatt Leistung bereits in aktiver Entwicklung. Erste Wind- und PV-Parks sind in Errichtung und machen die Transformation sichtbar.
Mit der voranschreitenden Rekultivierung in Jänschwalde werden die sorgfältig ermittelten Potentialflächen für Erneuerbare Energien in der vergleichsweise konfliktarmen Bergbaufolgelandschaft nach und nach nutzbar gemacht. Kriterien wie Abstandsregeln und Naturschutz bilden die Grundlage der Projektentwicklung.
Vom Plan bis zur Umsetzung – wie läuft ein Projekt ab?
Die Genehmigungsverfahren für Wind- und PV-Projekte sind unterschiedlich, weil sie an verschiedene gesetzliche Vorgaben gebunden sind. Beide Verfahren haben ein Ziel: unter Abwägung und Berücksichtigung aller berechtigten Interessen eine Baugenehmigung für das jeweilige Energieprojekt zu erlangen. Hier erfahren Sie, wie die Verfahren ablaufen.
Vorteile für Bürgerinnen, Bürger und Kommunen
Als regional verankertes Unternehmen möchten wir gemeinsam mit den Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern vor Ort die Chancen der Energiewende aktiv nutzen und eine nachhaltige Zukunft gestalten, von der alle profitieren.
- Erhalt der Energieregion Lausitz: Strom aus regenerativen Quellen ist ein wichtiger Baustein der nachhaltigen Transformation, v.a. für die Bereiche Industrie, Wärme und Mobilität.
- Treibstoff für den Wirtschaftsmotor: Verlässliche und nachhaltige Energie bietet Standortvorteile für Unternehmen und Ansiedlungen, sichert Arbeitsplätze und schafft neue Wertschöpfung.
- Modellregion für den Strukturwandel: Sonnen- und Windkraft unterstützen die Initiative der Lausitzer Kommunen, zum ersten Net Zero Valley in Europa zu werden – eine Region, in der saubere Technologien produziert werden, um Klimaneutralität zu erreichen. Mehr zur NZV-Initiative der Lausitz erfahren.
- Finanzielle Teilhabe: Von den Erneuerbaren Energien können Bürgerinnen und Bürger auch direkt profitieren – durch Steuereinnahmen ihrer Kommune, Zahlungen an die Kommunen gemäß gesetzlichen Regelungen von Land und Bund, sowie durch aktive Beteiligung per Nachrangdarlehen an spezifischen Projekten.
Finanzielle Teilhabe – Welche Möglichkeiten gibt es?
Dialog und Transparenz
Bürgerinnen und Bürger werden frühzeitig in die Planung von PV- und Windprojekten eingebunden. Sobald ein Erneuerbare-Energien-Projekt in die offizielle Verfahrensphase eintritt, stehen transparente Informationen zu den Abläufen und rechtlichen Rahmenbedingungen bereit. In Dialogformaten können Fragen gestellt, Meinungen geäußert und ein aktiver Beitrag zur Gestaltung der Projekte geleistet werden. Gemeinsam wird so der Weg für eine nachhaltige Energiezukunft geebnet.
Hier informieren wir Sie fortlaufend über Informationsveranstaltungen. Sollten gerade keine Termine in Vorbereitung sein, können Sie Fragen und Anregungen per E-Mail direkt an unser Team richten. Weitere Informationen zu häufig nachgefragten Themen finden Sie in unserem Fragen-Antworten-Katalog.
FAQ
Auf den Flächen des ehemaligen Tagebaus Jänschwalde planen wir den schrittweisen Ausbau von Erneuerbaren Energien. Dazu gehören hauptsächlich Photovoltaik-Freiflächenanlagen als PV-Parks, Windparks, Umspannwerke sowie Batteriespeicher. Um Projektstandorte zu finden, wird eine so genannte „Weißflächenanalyse“ durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine umfassende Potenzialanalyse, bei der geprüft wird, welche Bereiche der Bergbaufolgelandschaft grundsätzlich für Windkraft- und Solaranlagen geeignet sind. In diesem Verfahren werden unter anderem naturschutzfachliche, technische und planerische Ausschlusskriterien berücksichtigt – zum Beispiel Abstände zu Siedlungen, Artenschutz, topografische Besonderheiten und vorhandene Infrastrukturen. Auch für die Projekte im ehemaligen Tagebau Jänschwalde ist im Vorfeld eine entsprechende Analyse erfolgt. Die Planung, Genehmigung sowie die Umsetzung der Projekte erfolgen stets in enger Abstimmung mit Behörden, Kommunen und der Öffentlichkeit.
Die Energielandschaft Jänschwalde erstreckt sich über Flächen der Stadt Cottbus sowie der Gemeinden Heinersbrück, Jänschwalde, Teichland, Neuhausen/Spree, Schenkendöbern, Döbern-Land und Forst (Lausitz). Diese Gemeinden bilden gemeinsam den geografischen Rahmen für die Entwicklung der Energielandschaft Jänschwalde. Je nach Lage der Anlagen profitieren die Gemeinden anteilig von den wirtschaftlichen und strukturellen Effekten des Ausbaus.
Jede neue Infrastruktur bringt einen gesellschaftlichen Nutzen und verändert gleichzeitig das Landschaftsbild – so auch die Umgestaltung des ehemaligen Tagebaus zu rekultivierten Flächen und Standorten für Erneuerbare Energien. Ziel der Planung ist es, die Wind- und Solarparks so zu gestalten, dass sie sich möglichst stimmig in das Landschaftsbild integrieren und naturschutzfachlichen Anforderungen gerecht werden. Die Auswirkungen auf Natur und Umwelt werden durch umfassende Umweltverträglichkeitsprüfungen für jedes Projekt bewertet. Ein positiver Effekt ist unter anderem der Beitrag zum Klimaschutz durch Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Zudem werden in bestimmten Bereichen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen, die die biologische Vielfalt fördern. Darüber hinaus ergeben sich neue Chancen für die Energieregion Lausitz und zusätzliche Einnahmequellen für die benachbarten Gemeinden.
Die geplanten Wind- und Solarparks stärken die regionale, unabhängige Energieerzeugung und erhöhen die lokale Wertschöpfung – ein klarer Vorteil für die Kommunen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern. Einen direkten Einfluss auf die Stromversorgung einzelner Haushalte vor Ort werden sie absehbar nicht haben. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist und am Energiemarkt vertrieben. Dort erwerben die bekannten Energieversorger ihre Mengen zur Belieferung ihrer Kunden.
Über diesen Pfad kann der Ausbau Erneuerbarer Energien langfristig auch zur Senkung der Stromkosten beitragen. Laut der Jahresauswertung 2024 von Agora Energiewende sank der durchschnittliche Börsenstrompreis um 18 Prozent auf 78 Euro pro Megawattstunde. Grund dafür war unter anderem der gestiegene Anteil Erneuerbarer Energien, die 55 Prozent des Bruttostromverbrauchs deckten. (Quelle: Agora Energiewende, Jahresauswertung 2024). Zwar hängen die Strompreise für Verbraucher auch von Netzentgelten, Steuern und Abgaben ab, dennoch zeigt sich: Ein wachsender Anteil Erneuerbarer Energien kann die Strompreise insgesamt stabil halten oder langfristig senken.
Wichtig für die Energieversorgung der Zukunft ist jedoch nicht nur der Anteil grünen Stroms, sondern auch ein intelligenter Mix aus Erzeugung, Speicherung und Flexibilität. Genau hier setzt die GigawattFactory der LEAG an: Sie kombiniert großflächige Wind- und Solaranlagen mit Batteriespeichern und steuerbaren Kraftwerkskapazitäten – für ein grundlastfähiges, effizientes und kostengünstiges Energiesystem von morgen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Beteiligung und Teilhabe:
- Mitgestaltung
Bereits in der frühen Planungsphase werden Bürgerinnen und Bürger über Informationsveranstaltungen und Dialogformate eingebunden. So können lokale Anliegen, Hinweise und Wünsche in die Planung einfließen. Der offene Austausch mit den Menschen vor Ort ist ein zentraler Bestandteil unserer Projektentwicklung. - Gewerbesteuer
Wind- und Solarparks sorgen für Gewerbesteuereinnahmen bei den Kommunen. Die Gewerbesteuer fällt zu 90 % in den Standortgemeinden der Projekte an – anteilig in den jeweils betroffenen Kommunen. - Bürgerbeteiligung
Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen können über ein Nachrangdarlehen in regionale Erneuerbare-Energieprojekte investieren und von attraktiven Renditen und einer festen Verzinsung profitieren. Eine Beteiligung auch mit kleinen Beträgen ermöglicht eine niedrige Einstiegsschwelle und breite Teilnahme. Die Bürgerbeteiligung wird im Rahmen der Projektumsetzung individuell auf das jeweilige Vorhaben abgestimmt und kommuniziert. - Vorteile für die Region
Über die direkte finanzielle Teilhabe hinaus unterstützen Wind- und Solarprojekte den Strukturwandel in der ehemaligen Bergbauregion. Die Projekte fördern die klimaneutrale Entwicklung der Lausitz und stärken lokale Wirtschaftskreisläufe. Diese Transformation schafft neue wirtschaftliche Perspektiven und trägt zur nachhaltigen Zukunft der Region bei.


