Engagement für Einhaltung gesetzlicher Regelungen

Jörg Görbing, 51 Jahre, schreibt über seine Arbeit als Gesamt­schwer­behinderten­vertreter und Betriebsrat in der Lausitz Energie Kraftwerke AG

jens Görbing Mitarbeiter bei LEAG

„Der Gesetzgeber verlangt von allen öffentlichen und privaten Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten, dass sie fünf Prozent Schwerbeschädigte beschäftigen. Bei der LEAG ist der Anteil wesentlich höher. Das Unternehmen stellt auch Auszubildende mit Handicap ein. Zur Zeit machen sechs junge Menschen mit einer Behinderung eine Ausbildung bei der LEAG.

Dass diese Zahl nicht nur eingehalten wird, sondern die Arbeitsplätze für diese Mitarbeiter auch behindertengerecht ausgestattet sind und geeignete Tätigkeiten für sie gesucht werden, wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert oder eine Behinderung neu eintritt, dafür setzt sich beispielsweise die Schwerbehindertenvertretung ein.

Ich wurde mit einer Einschränkung im Bewegungsablauf geboren und gehöre der Schwerbehindertenvertretung seit 2006 an. Ich wollte mich selbst engagieren und helfen, die Bedingungen im Unternehmen zu verbessern. Die Arbeit in der Schwerbehindertenvertretung führte mich nach und nach auch an die Betriebsratsarbeit heran.

Also kandidierte ich für den Betriebsrat und fünf Jahre – von 2009 bis 2014 – war ich Mitglied im Betriebsrat der Hauptverwaltung des Kraftwerkbereiches. Dann haben mich die Kollegen zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Von der klaren, stringenten Arbeit eines Controllers, die ich vorher hatte – da müssen vor allem die Zahlen stimmen - kam nun der Wechsel zu einer Aufgabe mit einem ganz anderen Anspruch: Kummerkasten, Vermittler, Verhandler – ja Mitbestimmer.

Für einen guten Start konnte ich mich auf meine Erfahrungen aus über 30 Jahren im Unternehmen inklusive stabiler Netzwerke stützen.“