Zwischen Bautzen und Cottbus erstreckt sich die ENERGIE-Route der Lausitzer Industriekultur mit ihren teilweise noch aktiven Originalschauplätzen aus 150 Jahren Bergbau und Energiegewinnung. Der Tourismusverband Lausitzer Seenland hat elf Touren zusammengestellt, auf denen diese Stationen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden können. Mit dabei: Das Besucherbergwerk F 60, die IBA-Terrassen, die Brikettfabrik Louise, das Erlebniskraftwerk Plessa und das neu entstehende Seenland. 

Paul Osche, Christoph Mattäus und Andreas Krause aus dem Tagebau Nochten/Reichwalde, Foto: Andreas Franke

„Im Strom der Zeit“ – so der Titel der Tour Nummer sieben. Sie führt auf 55 Kilometern und an 22 Stationen vorbei rund ums Kraftwerk Schwarze Pumpe und gilt damit als „mittelschwer“. Für Paul Osche, Christoph Mattäus und Andreas Krause aus dem Tagebau Nochten/Reichwalde ist sie eine leichte Übung. Die Freizeitradler legen auf ihren Reisen zwischen 70 und 120 Kilometern am Tag zurück. Seit 2014 sind sie jedes Jahr einmal gemeinsam unterwegs. Die längste Strecke? „Von Cottbus nach Ahlbeck, rund 500 Kilometer“, erinnert sich Christoph und öffnet die Tür zur Station 7, dem Besucherzentrum im Kraftwerk Schwarze Pumpe. 

Das ist die Route Nummer sieben mit ihren 22 Stationen im Überblick, Grafik: LEAG

Revierreise auf 300 Quadratmetern

Ausflugsziel: die Ausstellung im Infozentrum des Kraftwerks Schwarze Pumpe, Foto: Andreas Franke

Das erstrahlt nach 20 Jahren im neuen, „digitalen Gewand“. Vertraute Elemente wie das Kraftwerksmodell sind zwar geblieben, zusätzlich können die Besucher jetzt am Medientisch die Standorte der LEAG aus der Vogelperspektive entdecken oder auf 360-Grad-Touren gehen und so Tagebaugroßgeräte und Kraftwerkstechnik aus nächster Nähe erleben. Ein paar Klicks und schon stehen die Bergleute in der Leitwarte des Kraftwerkes: „Nicht schlecht. Das ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.“ Für die Tagebau-Radler ging es im Juni über 400 Kilometer am Inn entlang nach Passau. Auf alle, die mit kleineren Strecken Vorlieb nehmen wollen, warten die 11 Entdeckertouren der ENERGIE-Route

 

 

 

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Autor

Kristina Strehle

Ich bin gebürtige Lausitzerin mit familiärer Bergbautradition. Nach meinem Studium der Kultur- und Medienwissenschaften in Frankfurt (Oder), Mexiko Stadt und Berlin folgten Arbeitsaufenthalte in Südafrika und Bangladesch. Mein Thema: Entwicklungszusammenarbeit. Dann ging es für mich „zurück zu den Wurzeln". Meine Haltestationen in Cottbus: das osteuropäische Filmfestival, eine Opernproduktion des Staatstheaters und der Lehrstuhl Energieverteilung und Hochspannungstechnik an der BTU. Seit Oktober 2016 bin ich nun in der internen Kommunikation der LEAG „sesshaft“.

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