08.11.2019

Geophysikalische Bohrlochmessung und Spezialuntersuchungen

Bewerbungsfrist: 21.11.2019

Bohrlochgeophysikalische Messungen in Erkundungsbohrungen und Brunnenvorbohrungen sowie Videobefahrungen in vorhanden Brunnen der Lausitz Energie Bergbau AG.

Laufzeit: 01.07.2020 – 30.06.2024 (+ 3 Jahre Option)

 

Anforderungen an die Ausführung der Messungen und sicherheitstechnische Voraussetzungen

Zeitgleicher Einsatz von zwei Messfahrzeugen montags bis sonn­abends, 24 Stunden täglich, mit Zugriffszeiten von maximal zwei Stunden bereitgestellt. In Ausnahmefällen trifft dies auch auf ein drittes Messfahrzeug zu.

Für den Fall, dass ein im Einsatz befindlicher Messwagen ausfällt, muss innerhalb von zwei Stunden ein Ersatzmesswagen bereitgestellt werden.

  • Die zum Einsatz kommenden Messfahrzeuge müssen zwingend auch für schwerstes Gelände tauglich sein.
  • Die Messwagen müssen mit einem integrierten Hebezeug ausgerüstet sein, um Messungen auch unabhängig vom Vorhandensein eines Bohrgerätes jederzeit ausführen zu können.
  • Bohrlochmessspezifische Ausrüstungen zur Sondenbergung im Havariefall (Zugvorrichtungen, Sondenkopffangvorrichtungen, Spiralfänger, Overshot etc.) sind auf den Messwagen mitzuführen.
  • Alle notwendigen Genehmigungen zur Ausführung der Messungen, insbesondere über die Umgangs- und Transportgenehmigungen für radioaktive Quellen werden vorausgesetzt.
  • Auf Grund der hohen Sicherheitsanforderungen ist eine Zertifizierung nach SCC (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren) erforderlich.
  • Als Beleg für die Einhaltung von Qualitätsstandards ist eine Zertifizierung nach ISO 9001 erforderlich.
  • Nachauftragnehmer sind aus Haftungsgründen (Bundesberggesetz, Strahlenschutz) durch den Auftragnehmer auszuschließen.
  • Die im Standardmessprogramm vorgegebenen Verfahren CAL, ES, GG.D und GR sollten durch maxi­mal 2 Messfahrten realisiert werden. Im Erweiterten Standardmessprogramm ist zusätzlich NN zu messen.
  • Auf Abraumkippen sind Untersuchungen zur Bestimmung der Restwassersättigung mit bohrlochgeophysikalischen Messverfahren durchzuführen. Im Ergebnis sind der Sättigungsgrad des Gesteins sowie die mineralische Zusammensetzung als Profil (vorzugsweise als COMPOSIT-Plot) darzustellen.
  • Der Durchmesser der zu vermessenden Bohrungen beträgt 160 -1000 mm. Die Sondendurchmesser der kernphysikalischen Sonden (GR, GG.D und NN) sollte 60 mm nicht übersteigen. Für Messungen in 2“-Grundwassermessstellen sind Sonden mit entsprechend kleineren Durchmessern vorzuhalten. 
  • Für die GG-Dichtemessung werden Dual-Spacing-Sonden, angedrückt, mit Spacings von 15 und 35 cm gewünscht (Braunkohlenstandard), die es ermöglichen, bereits vor Ort bohrlochkorrigierte Dichtekurven, als das Hauptverfahren der Braunkohlenerkundung, auszugeben.
  • Für Widerstandsmessungen (ES) ist eine Potentialsonde mit den Spacings von 0,25 und 1 m vorzusehen, deren geometrische Abmessungen somit auf die geologische Schichtsequenz der Lausitz (Schichtauflösung 30 cm) angepasst sind.
  • Vor Ort hat unmittelbar nach der Messung die Ausgabe eines Feldplots mit computergestützten lithologischen Grobprofiles (Litholog) zu erfolgen.
  • Alle gemessenen Kurven sind teufenrichtig im "Braunkohlenstandard" im Maßstab 1:200 auf Transparent A2 an die LEAG innerhalb von 10 Tagen nach erfolgter Messung übergeben. Die Daten sind zusätzlich in dem von der LEAG vorgegebenen Datenformat *.las digital zu übergeben.
  • Die Ausgabe der GR-Messungen hat in dem spezifischen Braunkohlenstandard „Gamma-Einheiten“ (Co60-Standard) zu erfolgen, damit die Vergleichbarkeit aller Bohrlochmessungen seit den sechziger Jahren gewährleistet werden kann.
  • Eine periodisch durchgeführte Mehrpunkt-Dichteeichung in 4π-Geometrie-Modellen unterschiedlichen Durchmessers ist nachzuweisen.
  • Setzungsmessungen auf Kippen und Gipsdeponien im Lausitzer Revier sind mit einem permanenten Teufenkorrektursystem (Messgenauigkeit +/- 10 mm) auszuführen. Die Markenschießtechnik für das Einbringen magnetischer Teufenmarken ist vorzuhalten, deren Position über Magnetik-Log (ML) zu ermitteln.
  • Neben den bereits aufgeführten Messsonden müssen für den Bedarfsfall noch folgende Sonden vorgehalten werden:
    • 4-Arm-CAL für Bohrlochdurchmesser von 600 bis 1400 mm
    • kontinuierliche Gamma-Spektrometrie-Sonde (GR.S)
    • kontinuierlicher Neigungsmesser mit Sofortauswertung im Feld (BA)
    • Induktionslogsonde (IL)

Kontaktperson

Silvia Gotter

Einkäuferin

0355 2887 2924