MAP APP

Was steckt drin?

Das Lausitzer Revier (60 x 40 km) in 
über 5 Millionen geometrischen Punkten. 
160.000 Bohrungsdarstellungen
49 Kartendienste
120 bis 150 Luftbilder pro Woche
9 öffentliche Themenkomplexe
(z. B. Abbaustände, bergmännische Grenzen und territoriale Verantwortung)
12 weitere abgesicherte Apps
44 Themenkomplexe in den abgesicherten Apps
26 Werkzeuge zur Kartenbearbeitung
9 Formatvorlagen zur Druckerstellung, Benutzer und Rollenverwaltung von über 11.600 Benutzern

Nicole Alexander und ihre Kollegen aus der Mark­scheiderei haben eine Mission: Mit Winkelmessinstrumen­ten, Tachymetern, Laserscannern, Drohnen und Flugzeu­gen erkunden sie alle Ecken des Lausitzer Reviers. Ihr Ziel ist die Vermessung des Tagebaues und seine Darstellung im „Markscheiderischen Risswerk“ – einer Sammlung an Plänen, Aufnahmen, Berechnungen, Karten und Aufzeich­nungen und damit nichts Geringeres als die geometrische Grundlage aller bergbaulichen Arbeitsprozesse.

Geneh­migungsverfahren, Vorbereitung, Vorschnitt, Förderung und Transport – jeder Schritt auf dem Weg zur Braunkoh­leverstromung muss verortet werden. Wie sind die Besitzverhältnisse, wie die Abbaustände und welche Flächen wurden bereits rekultiviert? Früher oder später laufen diese Fragen bei den Vermessungsingenieu­ren des Bergbaues, den Markscheidern, auf.

Statt analog jetzt digital 

Erfolgte ihre Beantwortung bis Mitte der 90er Jahre noch auf Grundlage analoger Daten, verbunden mit vie­len Ausdrucken und Telefonaten, ermöglichen heutzuta­ge GPS und andere Satelliten- und computergestützte Programme die digitale Bündelung der Messungen und Berechnungen in einer Software. Dieses Geoinformationssystem hilft den Markscheidern, ist aber viel zu komplex für Außenstehende. Nicole Alexanders neue Mission gilt daher der verständlichen Darstellung für alle Mitarbeiter.

Dabei hilft ihr map.apps, eine Entwicklerumgebung, wel­che das Kartenwerk der Markscheider mit den Informa­tionen aus den Fachbereichen koppelt. Das auf den Bild­schirmen der Nutzer sichtbare Ergebnis ist ein Geoportal.

Fünf Millionen Punkte erfasst

„LEAG Revierinformationen“ ermöglicht eine visuelle Tour durch den Tagebau und be­antwortet dabei alle grundlegenden Fragen. Jeder Busch, jeder Weg, jedes Gleisbett wurde dafür mit einer Koordinate versehen – etwa fünf Millionen einzelne Punkte formen das geometrische Netz des Reviers. In we­nigen Klicks reist der Betrachter so von seinem Platz vor dem PC an die Abraumkante nach Jänschwalde oder kann eine Zeitreihe der Luftbildaufnahmen des Industrieparks Schwarze Pumpe von den 80er Jahren bis heute abspielen.

Nicole Alexander arbeitet mit map.apps, Foto: LEAG

Hochaufgelöste Tour durch den Tagebau

Strecken vermessen, Ausschnitte clippen und drucken, zwischen Karten und hochauflösenden Bildern wechseln oder beide Ansichten übereinanderlegen - wahrend diese Anwendungen sowie Infos zu Bohrungen, Zeitreihen und Altlasten allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden, gibt es auch speziell abgesicherte Applikationen. Über diese orten und bestellen beispielsweise ausgewählte Nutzer Hilfsgeräte, wie Bagger, Raupen und Radlader – Tankstandsabfrage inklusive – oder lassen sich Rekultivierungsflächen anzeigen. In einer map.apps Entwicklercommunity arbeitet Nicole Alexander bereits an der Erweiterung der digitalen Tagebautour, die bald für alle Mitarbeiter online verfügbar sein wird.

 

Sie wollen noch mehr Info?

In unserem Unternehmensmagazin Carbon erschien diese und natürlich auch andere Geschichten. Das Magazin gibt es auch online. Schauen Sie rein.

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen?

Dann schreiben Sie uns

Themen

Teilen

Autor

Kristina Strehle

Ich bin gebürtige Lausitzerin mit familiärer Bergbautradition. Nach meinem Studium der Kultur- und Medienwissenschaften in Frankfurt (Oder), Mexiko Stadt und Berlin folgten Arbeitsaufenthalte in Südafrika und Bangladesch. Mein Thema: Entwicklungszusammenarbeit. Dann ging es für mich „zurück zu den Wurzeln". Meine Haltestationen in Cottbus: das osteuropäische Filmfestival, eine Opernproduktion des Staatstheaters und der Lehrstuhl Energieverteilung und Hochspannungstechnik an der BTU. Seit Oktober 2016 bin ich nun in der internen Kommunikation der LEAG „sesshaft“.

Mehr von Kristina Strehle