19.12.2018

Rund ums Thema Licht drehen sich alle Motive unseres Unternehmenskalenders 2019. Heute geben wir einen Einblick in zwei Geschichten, die sich hinter den Kalendermotiven ereignet haben. Warum dabei ein Leuchtturm, ein Baustrahler und eine Leiter die Hauptrollen gespielt haben oder wie ein Fotograf Licht in Wasser verwandelt – lassen Sie sich überraschen und Ihre Neugier wecken! Bei unserer Verlosung können Sie den neuen Unternehmenskalender gewinnen und selbst auf Entdeckungstour im Revier gehen. Viel Glück wünscht Ihr Seitenblick Blog-Team!

Zum Glück schwindelfrei! Autorin Juliane Krause mit Hafenmeister Gerhard Stübner, Foto: Andreas Franke für LEAG

Ein Fotomotiv und beliebtes Ausflugsziel: der Leuchtturm am Bärwalder See. Als die Ideensammlung für unseren „LichtWerke“ Kalender losging, war genau dieses Motiv neben etlichen anderen schnell im Rennen. „Ein Leuchtturm und Licht – passt doch!“ dachten wir uns. Gesagt, getan. Zusammen mit dem Fotografen Andreas Franke war es dann also an mir, unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Während der Planung und Absprachen stieß ich allerdings auf ein unerwartetes Problem bei der Umsetzung unserer Motividee: das Leuchtfeuer selbst. Denn man kann es vom Ufer aus nicht sehen. Wofür auch? Die Boote, die den Bärwalder See befahren, brauchen das Signal zur Orientierung – nicht aber der sicher am Ufer stehende Tourist.

Do it yourself!

Um die Idee unseres Bildmotivs zu retten, musste eine Lösung her, die sich dann nach einigem Hin und Her auch fand. Am Abend des 10. Oktober gingen Franke, Hafenmeister Gerhard Stübner und ich ans Werk. Die Dämmerung stand schon kurz bevor, als wir die Leiter an den Leuchtturm anlegten. Ich schaute nach oben und fragte mich ernsthaft, ob das so eine gute Idee gewesen war. Um in das Krähennest des Turms zu gelangen, musste ich den Aufstieg wagen. Der Leuchtturm besitzt keine Treppe, also war es nötig, auch unser Equipment – Baustrahler, Verlängerungskabel, Blenden und Ständer – auf diesem Weg da hoch zu transportieren. Ich nahm meinen Mut zusammen und kletterte. Einige Zeit später hatten Franke, Hübner und ich auch die letzte Lampe sicher über das Geländer befördert und ich bezog Position.

Versteckt in luftiger Höhe

An der Spitze des Leuchtturms ist alles in Position gebracht, Foto: LEAG

Während Hübner die Leiter beiseite räumte, die nicht auf den Bildern zu sehen sein durfte, nahm Franke seinen Platz am Steg ein und ich warf die Lichttechnik an, die ich nach den Anweisungen des Fotografen ausrichtete. Während die Aufnahmen entstanden, saß ich die meiste Zeit versteckt hinter dem Leuchtturm in luftiger Höhe, genoss den Sonnenuntergang und winkte ab und zu ein paar verwundert dreinblickenden Bootsfahrern zu, die noch am Hafen kreuzten.

So viel sei am Rande noch verraten: Sowohl unser Equipment als auch ich erreichten an diesem Abend unbeschadet wieder das Ufer – und wir hatten unser Juni-Motiv im Gepäck.

Das Ergebnis der Mühen kann sich sehen lassen – und zwar auf dem Kalenderblatt im Juni, Foto: Andreas Franke für LEAG

Wandelbar – aus Licht wird Wasser

Die Idee nimmt beim ersten Vororttermin mit Florian Beyer Gestalt an, Foto: LEAG

Kein Leuchtfeuer, sondern etwas ganz anderes sollte bei unserem nächsten Bildmotiv in den Fokus rücken: Der zukünftige Cottbuser Ostsee. Ein Teil des ehemaligen Tagebau Cottbus-Nord soll in den nächsten Jahren zum größten See Brandenburgs und zum vorerst größten Bergbaufolgesee Deutschlands werden. Noch fließt aber kein Wasser. Um dieser Zukunftsvision eine Gestalt zu geben, haben wir uns auf die Suche nach einem Künstler begeben, der diese Idee mit seiner eigenen Handschrift umsetzen könnte. Und wir wurden fündig – mit Florian Beyer, dessen Werke unter dem Pseudonym „verleuchtet photography“ bekannt sind. Seine Spezialität: das sogenannte Lightwriting, eine Technik, bei der mit Licht Objekte, Bilder und Eindrücke erzeugt werden. Als sich Beyer und unser Team bei der Vorbegehung im ehemaligen Tagebau trafen, war die Fahrtrichtung bald klar. Die Bilder würden am Einlaufbauwerk entstehen, das später das Wasser zum Seegrund leiten soll. 

Mit Pixelstick zum Einlaufbauwerk

Der Pixelstick mit 200 LEDs kann unterschiedliche gespeicherte Bilder mit verschiedenen Lichtelementen erzeugen, Foto: LEAG

Am 31. August wurde es dann ernst, als wir in Begleitung des Wachschutzes behutsam das Einlaufbauwerk betraten. Beyer und seine Assistentin hatten ganz verschiedenartige Beleuchtungstechniken dabei. Neben Lampen aller Formen und Größen zur Ausleuchtung und einigen unkonventionelleren Utensilien, wie neonfarbenen Leuchtstäben, präsentierte uns der Künstler den Pixelstick – ein Gerät, das mithilfe von LEDs vorher gespeicherte Muster und Bilder in die Landschaft malen kann. Während der Aufnahmen selbst sah man davon noch nicht viel. Sportlich ging es zu, während der Fotograf mit Kopflampe und Equipment unermüdlich das Bauwerk hinauf und hinab lief und den Auslöser der Kamera von seiner Assistentin bedienen ließ. Die Magie des Bildmotivs entfaltete sich erst später. Dicht um den kleinen Display der Kamera gedrängt sahen wir, dass sich das intensive blaue Licht des Pixelsticks auf den Fotos in geschwungene Wellen verwandelt hatte, die aus dem Rohr des Einlaufbauwerks zu strömen schienen.

Bis spät in den Abend tüftelte Beyer an dem Motiv, das später am Computer noch seinen letzten Feinschliff erhalten sollte. Das Ergebnis ist im Kalenderblatt des Februars buchstäblich in Licht gegossen.

Wasser marsch! So könnte es einmal aussehen, Foto: Florian Beyer für LEAG

 

 

Kalenderverlosung

Wir haben Ihre Zuschriften erhalten, vielen Dank für das rege Interesse. Wenn Sie noch keinen Kalender erhalten haben, bitten wir Sie um noch etwas Geduld, denn nach den Feiertagen sind wir wieder für Sie da! 

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Autor

Juliane Krause

Schreiben war schon immer mein Steckenpferd, auch wenn mich meine Ausbildung in der Lausitz vorerst in die Welt des Bestellwesens verschlug. Erste journalistische Gehversuche waren mir dennoch bereits in der Auszubildendenzeitung STROMeo zuteil geworden und schon damals wusste ich: Das ist mein Metier! Als Quereinsteiger habe ich dann den Sprung in die externe Kommunikation gewagt. Meine mehrjährige Erfahrung im Unternehmen LEAG hilft mir nun als Redakteurin genauso weiter, wie meine Offenheit und dieses gewisse Quantum an Neugier, das mich seit jeher antreibt. Denn wie sagte bereits einer meiner liebsten Autoren: „Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst.“

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