11.10.2019

Das LEAG-Hauptgebäude steht den Besuchern der Nacht der kreativen Köpfe offen, Foto: Andreas Franke für LEAG

Nach der Veranstaltung ist vor der Veranstaltung. Das sagt Karina Storm, Geschäftsführerin der Veranstaltungsagentur Events Perfekt. Seit zwölf Jahren kümmert sie sich um die Konzeptentwicklung und -umsetzung bei der LEAG-Station zur Nacht der kreativen Köpfe. Immer wieder eine Herausforderung, deren Vorbereitung früh beginnt, wie sie verrät.

Am 19. Oktober findet die Großveranstaltung zum 13. Mal statt. Unter dem Thema „Wirtschaft und Phänomene“ öffnen zwanzig Locations in Cottbus ihre Pforten und laden zum Entdecken ein. So auch die LEAG – im Hauptgebäude in der Vom-Stein-Straße heißt es von 18 Uhr bis Mitternacht: Bühne frei fürs ganz große Kino, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn in diesem Jahr dürfen sich die Besucher auf eine Kinovorführung der besonderen Art freuen. Im Stundentakt erwartet die Nachtschwärmer eine Mischung aus Filmvorführungen, Live-Experimenten und anrührenden Showeinlagen. Bis diese Zielgerade allerdings erreicht war, mussten viele Zahnräder ineinandergreifen.

Vorhang auf für die nächste Runde

Blick ins Foyer, Foto: Andreas Franke für LEAG

„Bereits einige Wochen nach der Vorjahresveranstaltung beginnen die Arbeiten von neuem“, berichtet Storm, als die Frage im Raum steht, wie groß eigentlich der Vorlauf für so eine Veranstaltung in der Regel ist. Auswertung und Ideenfindung gehen dabei Hand in Hand. Welche neuen Ansätze gibt es? Was kann man den Teilnehmern im kommenden Jahr bieten? Welche Schwerpunkte passen überhaupt zum neuen Thema? Alle Abteilungen sind bei diesem Prozess beteiligt. „Die Akzeptanz und das Engagement bei der LEAG sind sehr hoch“, erzählt Storm. „In diesem Jahr stand beispielsweise die Idee im Raum, vom klassischen Stationsprinzip wegzukommen. Die Beleuchtung der Phänomene „Landschaftswandel – Vom Tagebau zum Naherholungsgebiet“ und „Welche Wunder Sand erzeugen“ werden dabei im Mittelpunkt stehen. Den Informationsgedanken und den Showaspekt zu vereinen, ist die Herausforderung. Das ist uns mit dem neuen Konzept gelungen“, ist sich die Veranstaltungsmanagerin sicher.

Immer ein Erlebnis: Der Blick von der Dachterrasse über das nächtliche Cottbus, Foto: Andreas Franke für LEAG

Experimente für jedermann

Die Live-Experimente hauchen den wissenschaftlichen Vorgängen leben ein, Foto: LEAG

Besondere Highlights sind dieses Jahr die naturwissenschaftlichen Experimente, die dem Publikum live von Mitarbeitern der LEAG Fachabteilungen vorgeführt werden. Sie verbinden Filmvorführung und Showeinlage. Das Thema Phänomene steht auch hier im Rampenlicht, zum einem mit dem sogenannten Setzungsfließen wassergesättigter Kippen und zum anderen mit dem Farbspektrum der Eisenoxidation. Forschungseinrichtungen und Unternehmen arbeiten dafür eng verzahnt. Das Rührwerk etwa, das das Setzungsfließen simuliert und auswertet, wird von der Technischen Universität Clausthal zu Verfügung gestellt, Spezialmikroskope steuert die GMB GmbH bei. Dabei stützen sich die Versuche vorwiegend auf Forschungsgrundlagen der TU Dresden, der TU Bergakademie Freiberg und der TU Hamburg.

A Perfect Day

Doch zum großen Kino gehört noch mehr, weiß Storm. Deshalb galt es die Frage zu beantworten: Wie rundet man die Show richtig ab, damit sie zu einem echten Erlebnis wird? „Dank des Motivs sind wir dann auf die Sandmalerin Katrin Weißensee gekommen. Damit nähern wir uns dem Thema noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Die Thüringerin verbindet bei ihren Vorstellungen Sandanimationen mit ausgesuchter Musik und emotionalen Geschichten. Ihre Performance „A Perfect Day“ geht wirklich unter die Haut“, schildert Storm. „Und was darf bei einem wirklichen Kinoerlebnis ebenfalls nicht fehlen? Richtig! Frisch zubereitetes Popcorn. Caterer ISS legt sich dafür kulinarisch ins Zeug. Neben klassischen Zubereitungen, gehen auch unkonventionelle Geschmacksrichtungen ins Rennen. Welche genau bleibt abzuwarten“, meint die Veranstalterin schmunzelnd.

Katrin Weißensee gilt als erste Sandanimationskünstlerin im deutschsprachigen Raum. Bei ihrer Arbeit treffen handwerkliches Geschick, exaktes Timing und Kreativität aufeinander, Foto: Katrin Weißensee

Kontinuierlich bei der Nacht der kreativen Köpfe

Jedes Jahr eine neue Herausforderung mit viel Zuspruch: die Nacht der kreativen Köpfe in Cottbus, Foto: Andreas Franke für LEAG

An die zwölf Jahre, die sie die Veranstaltung bei der LEAG und deren Vorgängerunternehmen schon begleitet, erinnert sich Storm gern. Vielen Partnerfirmen aus der Region, die sich schon jahrelang um Technik, Licht, Beschallung und Medientechnik kümmern, ist die Eventagentur treu geblieben. Das erzeugt Kontinuität. Bisher hat die LEAG nie eine Nacht der kreativen Köpfe ausgelassen und diese Tradition soll aufrechterhalten werden. „Die Veranstaltung hat sich über die Jahre mit ihren Themen immer wieder verändert. Ich kann mich noch daran erinnern, wie bei einer der ersten Nacht der kreativen Köpfe eine Statue ausgestellt wurde. Sie stammte aus einer Ausgrabung und musste unter speziellen Licht- und Temperaturverhältnissen den Besuchern zugänglich gemacht werden. Was für ein Aufwand das war! Heute werden dagegen die digitalen Themen und der technische Aufwand immer größer“, rekapituliert Storm. „Aber egal, wie sehr sich Inhalte auch gewandelt haben, wir erleben jedes Jahr ein gleichbleibend hohes Interesse. Und hoffen natürlich, dass das auch in Zukunft so bleibt.“

Weiter Infos rund um die Lange Nacht der kreativen Köpfe finden sie unter www.ndkk.de inklusive der weiteren Programmpunkte der LEAG.

1/3 Immer dabei: die Ostseebar, deren Erlös wie üblich einem wohltätigen Zweck gespendet wird, Foto: Andreas Franke für LEAG
2/3 Karina Storm begleitet seit dem Start der Nacht der kreativen Köpfe die Veranstaltungen in der Vom-Stein-Straße, Foto: Karina Storm
3/3 Auch die Berufsausbildung der LEAG informiert über ihr Angebot und bietet Do-it-yourself Hologramme für Smartphone oder Tablet, Foto: Andreas Franke für LEAG

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Autor

Juliane Krause

Schreiben war schon immer mein Steckenpferd, auch wenn mich meine Ausbildung in der Lausitz vorerst in die Welt des Bestellwesens verschlug. Erste journalistische Gehversuche waren mir dennoch bereits in der Auszubildendenzeitung STROMeo zuteil geworden und schon damals wusste ich: Das ist mein Metier! Als Quereinsteiger habe ich dann den Sprung in die externe Kommunikation gewagt. Meine mehrjährige Erfahrung im Unternehmen LEAG hilft mir nun als Redakteurin genauso weiter, wie meine Offenheit und dieses gewisse Quantum an Neugier, das mich seit jeher antreibt. Denn wie sagte bereits einer meiner liebsten Autoren: „Die Neugier ist die mächtigste Antriebskraft im Universum, weil sie die beiden größten Bremskräfte im Universum überwinden kann: die Vernunft und die Angst.“

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