13.12.2017

Stefanie Mrosk sorgt dafür, dass in vielen Haushalten außerhalb Deutschlands die Öfen schön bullern. Nein, sie arbeitet nicht als Heizerin. Sie ist im LEAG-Veredlungsbetrieb im Bereich Export  verantwortlich für den Vertrieb von Briketts – im Innendienst. Das macht sie seit nunmehr sieben Jahren. Damals hatte die heute 29jährige ihre Ausbildung zur Bürokauffrau vorzeitig beendet und diese Stelle als Sachbearbeiterin im Industriepark Schwarze Pumpe bekommen.  

Stefanie Mrosk arbeitet für die Veredlung, ein Produkt sind Rekord Briketts, Foto: privat

Vor ihrer Ausbildung hatte die junge Frau, die aus Lauta stammt, in Hoyerswerda ihr Abitur abgelegt. „Studieren war damals keine Option für mich. Ich wollte erst einmal ins Berufsleben schnuppern und  ehrlich gesagt, auch Geld verdienen“, erklärt Stefanie Mrosk ihre damalige Entscheidung für eine  Berufsausbildung und gegen ein Studium. Doch schon bald nach dem der Ende  der Ausbildung, war ihr klar, dass sie doch irgendwann studieren will. Auch ihre Chefs bei der Veredlung haben ihr zugeredet.  

Lange das Passende gesucht

„Das ist mir wichtig für meine persönlich Entwicklung und ich will gewappnet sein für die Zukunft in unserem Unternehmen und für dessen zukünftige Veränderungen“, lautet die Begründung. Ein Direktstudium sollte es allerdings nicht sein – aus wirtschaftlichen und familiären Gründen. Im Jahr 2015 hatte Stefanie Mrosk geheiratet. Ihr Mann Oliver arbeitet im Einkauf bei der LEAG. Er hat sich selbst durch ein Fernstudium qualifiziert.

Doch bis zum Start in ein Studium vergingen dann noch fünf Jahre. „Ich habe lange nach dem passenden Studium für mich gesucht. Ein Fernstudium sollte es nicht sein – nicht weil mir die notwendige Disziplin dafür fehlen würde, sondern weil mir der Austausch mit anderen wichtig ist“, beschreibt Stefanie Mrosk ihre Überlegungen von damals. 

An zwei Abenden drückt Stefanie Mrosk die Schulbank, Foto: privat

Dieses Passende fand sie dann im Jahr 2015 an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Cottbus/Wildau. Damals startete man dort ein Bachelor of Arts (B.A.)-Studium in Kooperation mit der Steinbeis-Hochschule Berlin für das sich Studierende des Studiengangs „Betriebswirt/-in (VWA)“ zusätzlich einschreiben können. Die Studierenden erreichen innerhalb von sieben Semestern zwei Abschlüsse.

Zweimal pro Woche drückt die junge Frau seitdem von viertel vor sechs bis neun Uhr in Cottbus die Schulbank.  Zusätzlich muss sie unterschiedliche wissenschaftliche Arbeiten verfassen. Allein im ersten Studienjahr waren das zehn. In den ersten beiden Semestern hatte sie nur die Doppelbelastung Beruf und Studium zu bewältigen.  Im Juli 2016 kam dann Wunschkind Emily zur Welt.

Chancen, die die LEAG bietet, nutzen

Eine neue Doppelbelastung - Kind und Studium? Das sehen weder Stefanie noch ihr Mann Oliver so. Im Gegenteil: „Das Studium war für meine Frau in der Elternzeit eine willkommene Abwechslung. Ein Jahr lang nur mit einem Baby zu Hause, da wäre ihr die Decke auf den Kopf gefallen“ ist Oliver Mrosk sicher. Und für das Papa-Kind-Verhältnis war es seiner Meinung nach auch von Vorteil. „Emily hat von Anfang erlebt, dass Mama auch mal weg ist.“ Das Ergebnis: Kein mamafixiertes Kind.     

Emily weiß schon, dass Mama zum Lernen Ruhe braucht, dennoch schaut sie gern mal im Arbeitszimmer vorbei - heute mit dem Auto, Foto: privat

Das macht sich jetzt bezahlt, denn seit September arbeitet die junge Mutter wieder. Für das letzte Studienjahr heißt das nun Dreifachbelastung - Arbeit, Studium, Kind.  „Ich bin erst verkürzt wieder eingestiegen mit sechs Stunden“, erzählt  Stefanie Mrosk. „Aber der Stress für mich war größer als wenn ich Vollzeit gearbeitet hätte. Kunden richten sich nicht nach Sonderregelungen. Sie rufen an, wenn sie Briketts brauchen“, ergänzt sie und schickt hinterher  „das hatte ich mir schon so gedacht“ an. Seit Oktober arbeitet sie nun wieder Vollzeit ab 7 Uhr. Emily weiß sie wohl behütet in der Kita. Das flexible Arbeitszeitregimes bei der LEAG macht es möglich, dass ihr Mann die Tochter morgens dorthin bringt und sie sie am Nachmittag wieder abholen kann. 

Oliver Mrosk gesteht, dass er stolz auf seine Stefanie ist. Die zielstrebige junge Frau hat bisher nur sehr gute und gute Noten nach Hause gebracht.  

Anfang 2019 wird Stefanie ihren Abschluss in der Tasche haben. Was dann wird, weiß heute noch keiner. „Ich bin offen, mich im Unternehmen weiter zu entwickeln“, schaut Stefanie Mrosk zuversichtlich in die Zukunft.

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Autor

Elvira Minack

Nachdem ich über 30 Jahre als Pressesprecherin und verantwortliche Redakteurin in Ostbrandenburg und in Franken gearbeitet habe, kam ich 2009 ins Unternehmen. Seit dem Herbst 2017 arbeite ich in der externen Kommunikation. 

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